2017 müssen wir für seelisches Wohlbefinden sorgen

In Europa leben etwa 83 Millionen Menschen[1] (fast ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung), bei denen mindestens eine psychische Gesundheitsstörung aufgetreten ist. Dabei handelt es sich um eine Angabe der Weltgesundheitsorganisation, die das wahre Ausmaß des Problems wahrscheinlich unterschätzt. Vielleicht noch schwerwiegender ist die Tatsache, dass unter den 20 Ländern mit der höchsten Suizidrate sechs europäische Länder zu finden sind. Die psychische Gesundheit ist ein ungeheuer großes, komplexes und lebensgefährliches Problem.

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Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2014[2] liegt Deutschland beim Umgang mit psychischen Erkrankungen europaweit an erster Stelle, vor allem deshalb, weil das deutsche Gesundheitssystem und die großzügigen Sozialprogramme eine bessere Integration in die Gesellschaft erlauben. Die Länder ganz oben auf dem Index – dazu zählten auch Dänemark, Norwegen und Luxemburg – haben die Behandlung und Unterstützung von psychischen Erkrankungen aus den Krankenhäusern heraus verlagert und bemühen sich um eine Integration innerhalb der Gesellschaft.

Natürlich spielt die Gesundheit am Arbeitsplatz keine unwesentliche Rolle für unser seelisches Wohlbefinden. Neuste Untersuchungen von Fellowes belegen, dass die sitzende Arbeitsweise eine Reihe von Gesundheitsproblemen verursacht und sich auf das Engagement und die Zufriedenheit von Mitarbeiten auswirken kann.

Leider fehlt den Arbeitgebern oftmals das nötige Wissen bzw. die Fähigkeit, damit umzugehen. Hinzu kommt, dass es vielen Mitarbeitern schwer fällt, mit ihren Vorgesetzten über psychische Gesundheitsprobleme zu sprechen. Sie haben Angst, dass ihre Offenheit den Verlust des Arbeitsplatz, Diskriminierung oder schlechte Karriereaussichten nach sich ziehen könnte, was die Sache noch komplizierter macht.

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Zum Glück helfen fortschrittliche Initiativen wie die der EU „Not Myself Today“, diese Hindernisse zu überwinden. Die 2016 gestartete Initiative „Not Myself Today“ will auf die psychische Gesundheit unter Mitarbeitern aufmerksam machen, die Stigmatisierung reduzieren und eine sichere und solidarische Arbeitskultur fördern. Unternehmen können sich unter notmyselftoday.eu anmelden.

Der Zusammenhang zwischen körperlichem und seelischem Wohlbefinden ist zwar wichtig, allerdings ist dies nichts Neues. Die Forschung weiß schon lange, dass körperliche Betätigung mit zahlreichen Vorteilen verbunden ist. Die bisher umfangreichste Studie zu diesem Thema von den Universitäten Cambridge und Essex zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen der täglichen Bewegungshäufigkeit (selbst wenn es sich dabei nicht um eine sportliche Betätigung handelt) und der körperlichen Gesundheit und Zufriedenheit besteht[3]. Und Untersuchungen von Fellowes bestätigen, dass Bewegung am Arbeitsplatz positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter haben kann, von Rückenschmerzen bis hin zu Ermüdung.

Die Botschaft ist eindeutig: Es ist unbedingt erforderlich, dass wir aktiv bleiben und laut unserer Ergebnisse wollen/wünschen sich auch die Beschäftigten, am Arbeitsplatz aktiver zu sein. Das hört sich nach einer sehr anspruchsvollen Aufgabe an. Dabei lassen sich die Ursachen und Folgen psychischer Gesundheitsprobleme bereits durch kurze aktive Phasen bekämpfen. Man könnte beispielsweise einen Drucker wählen, der vom Arbeitsplatz am weitesten entfernt steht und schon muss man sich bewegen, um das ausgedruckte Dokument abzuholen.

Viele progressive Unternehmen haben das erkannt und bieten deshalb Möglichkeiten für mehr Bewegung im Alltag. Die Mitarbeiter können ihre Sitz-Steh Lösungen mit verstellbaren Schreibtischflächen entweder sitzend oder stehend nutzen. Manager wissen, dass das einen direkten Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter hat und letztlich auch das Geschäft fördert. 71 % der Manager stimmen zu, dass ihre Mitarbeiter mit Sitz-Steh-Lösungen zufriedener wären. Und 81 % der leitenden Angestellten sowie 84 % der Personalleiter denken, dass Sitz-Steh-Lösungen wahrscheinlich sogar für Mitarbeiter mit Vorerkrankungen vorteilhaft wären. Sie wissen, dass Verbesserungen jetzt stattfinden müssen.

Beteiligen Sie sich noch heute an der Kampagne „Wohlbefinden am Arbeitsplatz“, indem Sie unsere Informationsschrift „Gute Ergebnisse durch mehr Bewegung“ herunterladen.

 

 

[1] http://www.euro.who.int/en/health-topics/noncommunicable-diseases/mental-health/data-and-statistics

[2] http://www.eiumedia.com/index.php/latest-press-releases/item/1515-germany-leads-europe-in-dealing-with-mental-illness

[3] http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0160589

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